Hörspiel- und Hörbuch-Empfehlungen

Habt Ihr gute Hörspiel/Hörbuch Empfehlungen?

Ich fange mal an mit dem meiner Meinung nach grandiosen Punktown von Lausch:
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Punktown ist eine Sammlung szenischer Lesungen der Kurzgeschichten von Jeffrey Thomas, mit drei Teilen (Teil 1 und 2 auf jeweils 3 CDs und auf mp3, Teil 3 nur auf mp3). Vom Thema her ist es originelle Horror Science Fiction mit einem Hauch Lovecraft und einem gewissen Black Mirror Vibe.

Ich habe es schon circa zehnmal gehört. Kein anderes Hörspiel habe ich so oft gehört. Am liebsten gefällt mir zur Zeit glaube ich die Geschichte „Hassmaschine“ in Teil 2. Audioqualität und Sprecher sind, wie bei allem von der Firma LAUSCH, absolut perfekt.

Achtung, Punktown ist nichts für schwache Nerven. Manche Geschichten sind eklig und brutal.

Hörprobe:

Rezension von Teil 1 und 2 auf hoerspielhoelle:
http://w.hoerspielhoelle.de/hsps/punktownlausch01.html
http://w.hoerspielhoelle.de/hsps/punktownlausch02.html

Rezension von Teil 3 auf dnd-gate:
https://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php%3Fid=3081.html

Es gibt (gab?) das auch bei Spotify, zumindest eine zeitlang.

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Ich höre sehr gerne zwei Produktionen aus dem Hause Decision Products, vom Produzenten Volker Sassenberg.

Erst vor kurzem habe ich mit Gabriel Burns angefangen. Die Geschichten spielen in Kanada. Das Genre ist Horror/Mystery. Hat ein bisschen was von Akte X. Kann auch recht brutal werden. Spannend dabei: die Folgen bilden eine zusammenhängende Geschichte.

Nummer zwei ist Point Whitmark ist ein bisschen wie die drei Fragezeichen. Ich finde sie aber vom Humor und den Geschichten her, etwas erwachsener als das berühmte Pendant.

Leider ist bei Volker Sassenberg bzw. Decision Products schon seit geraumer Zeit Funkstille und es ist fraglich, ob noch neue Folgen erscheinen. Da ich selbst noch nicht durch bin mit Gabriel Burns, kann das insbesondere bei dieser Reihe zu einem doch recht unschönen, abrupten Ende der Geschichte führen. Aber mal sehen, vielleicht kommt in Zukunft ja doch noch was. Zunächst gab es da rechtliche und menschliche Streiterein (ein ehemaliger Mitarbeiter hat wohl das Unternehmen verlassen und dabei das Soundarchiv gestohlen/mitgenommen → wird sogar in einer der letzten Point Whitmark-Folgen verarbeitet) und später war Sassenberg laut Interview wohl einfach überlastet und zu müde, neue Folgen in guter Qualität zu produzieren. Ich drücke trotzdem die Daumen.

PunkTown setze ich jetzt aber auch mal auf meine Hear-List. Klingt ziemlich cool! :slight_smile:

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Gabriel Burns ist was HS-Serien angeht nahezu unerreicht in Deutschland bisher finde ich. Schade das da nichts mehr kommt.

Habe lange auf Fahrten zur Arbeit John Sinclair gehört, ist aber sehr trashing und B-Movie lastig. Muss man mögen.

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Gabriel Burns kenne ich auch. Das Intro ist so gut mit diesem Bass.

Point Whitmark klingt interessant, danke für den Tipp.

Zum Thema einzelne lange Geschichte fällt mir die Reihe Edgar Allen Poe von Lübbe ein, eine düstere Geschichte über viele Folgen mit Bezug zu Poes Geschichten und Biography. Die Orchestermusiken und Stimmen mit Ulrich Pleitgen in der Hauptrolle sind schön dramatisch, finde ich.

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Ich empfehle uneingeschränkt alle Produktioen von Titania Medien, nicht nur die sehr erfolgreiche Gruselkabinett-Reihe. Aber diese besonders.

Die angeführte E.A.Poe-Serie von Lübbe fand ich auch herausragend. Hauptsprecher Ulrich Pleitgen (R.I.P) agiert da sensationell.

John Sinclair ist mein Guilty-Pleasure. Stehe ich aber seit Kindheitstagen voll zu. Damals noch Tonstudio Braun. Seit der Edition 2000 von Lübbe ist das aber auch technisch super gut produziert.

Kassettenkind bin ich sowieso, insofern habe ich auch einen sehr nostalgischen Bezug zu den Europa-Produktionen (bei mir tatsächlich mehr TKKG als Drei???, da bin ich eine Ausnahme :wink: ).

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Bei Gabriel Burns muss ich an „Jack Slaughter - Tochter des Lichts“ denken, eine Horrorkomödie. Hab ich gerne gehört und ich seh auch gerade dass die Reihe nach 20 Folgen abgeschlossen wurde. Ist allerdings ne ganze weile her dass ich’s gehört hab und man weiß ja nie so genau wie etwas gealtert ist.

Genauso „Offenbarung 23“, fand ich auch richtig gut aber ich weiß nicht ob man das ganze Zeug rund um verschiedene Verschwörungen heute noch hören will. Außerdem gabs nach etwa 30 folgen nen Autorenwechsel und damit wurde auch die Handlung geändert, allerdings die Sprecher in teils anderen Rollen beibehalten was sehr merkwürdig war. Die Sprecher waren aber top besetzt mit David Nathan und Benjamin Völz. Und die Erzählstimme war Helmut Krauss. Zumindest in den ersten 41 folgen, danach gabs ne zweijährige Pause und dann neue Sprecher. Und ausgerechnet Xavier Naidoo spielt eine Rolle in einem Hörspiel über Verschwörungen… Wenn man das heute hört sollte man vielleicht einfach nach folge 29 aufhören und so tun als hätte es danach nie wieder was gegeben.

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Dann bin ich auch eine Ausnahme. Auf Kassette habe ich als Kind viel TKKG gehört und eigentlich nie die ???. Zu den Fragezeichen kam ich über die Bücher und später dann, eigentlich als Jugendlicher oder sogar schon Erwachsener, habe ich die Hörspiele von denen gehört. Das hat sich bei mir ganz gut abgelöst. Irgendwann fand ich TKKG einfach langweilig und dieser „Tarzan“, der später dann offenbar nur noch Tim hieß, hat mich immer mehr genervt - überhaupt diese ganze Gruppe. Als Kind: juhu, danach eher meh …

Oh wow, wo ihr gerade von Kassetten redet fällt mir ein dass mein allererstes Hörspiel sogar noch auf ner Schallplatte war. :smile: Weiss gar nicht mehr wie das hieß aber es war irgendwas mit ner Hexe bei der ein Bein kürzer war als das andere und deswegen hatte sie das immer in nem Papierkorb. So zumindest meine Erinnerung.

Beste:

https://archive.org/details/hsb.dk.01.motu

Angry He Man GIF

Ein, zwei habe ich auf Schallplatte hier :flushed:

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Blockzitat Weiss gar nicht mehr wie das hieß aber es war irgendwas mit ner Hexe bei der ein Bein kürzer war als das andere und deswegen hatte sie das immer in nem Papierkorb. So zumindest meine Erinnerung.

Die Hexe Schrumpeldei?

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Kennen vermutlich schon viele, möchte es aber trotzdem erwähnen:

Schön produziertes Hörspiel zum Buch.

Stell dir vor, du wirst über Nacht zum reichsten Menschen der Welt…

John Salvatore Fontanelli ist ein armer Schlucker, bis er eine unglaubliche Erbschaft macht: ein Vermögen, das ein entfernter Vorfahr im 16. Jahrhundert hinterlassen hat und das durch Zins und Zinseszins in fast 500 Jahren auf über eine Billion Dollar angewachsen ist. Der Erbe dieses Vermögens, so heißt es im Testament, werde einst der Menschheit die verlorene Zukunft wiedergeben. John tritt das Erbe an. Er legt sich Leibwächter zu, verhandelt mit Ministern und Kardinälen. Die schönsten Frauen liegen ihm zu Füßen. Aber kann er noch jemandem trauen? Und dann erhält er einen Anruf von einem geheimnisvollen Fremden, der zu wissen behauptet, was es mit dem Erbe auf sich hat …

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Da klingelt was ganz tief hinten.

Wuaah, bei mir auch. Ich kann mich ganz dunkel erinnern, dass es in meiner frühen Jugend Hörspiele mit einer coolen Hexe gab. Aber immer wenn ich dem nachgehen wollte, kam ich bloß bei Bibi Blocksberg raus. Und ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich die irgendwann mal cool gefunden hätte.

Aber jetzt ist klar: die Hexe Schrumpeldei war es natürlich! Sehr cool :slight_smile:

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Ein paar Klassiker…

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Ich habe vor Jahren ein paar Folgen von „Danger“ gehört, die mir sehr gut gefielen.

Für die Themen muss man aber in der Stimmung sein, weil’s teilweise ganz schön düster ist. Aber gut produziert.

Und die Neuauflagen von Sherlock Holmes mag ich auch:

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Für Andreas Eschbach Fans kann ich auch sein meiner Meinung nach absolutes Meisterwerk Die Haarteppichknüpfer empfehlen. Dessen Nachfolger Quest und Eines Menschen Flügel liebe ich auch über alles.

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Diese (Hör-)Bücher zeichnen sich finde ich dadurch aus, dass es zwar jeweils pro Buch eine grosse, sehr originelle und epische Science Fiction Geschichte ist, gleichzeitig aber die einzelnen Kapitel auch alleingestellt wie eine Art Kurzgeschichten funktionieren. Ein wenig erinnert mich der Stil an Michael Ende.

Wie immer ist es ein Krampf, ungekürzte Fassungen zu finden. Zum Teil hat nur Audible die Sachen wirklich ungekürzt. Noch schlimmer ist es, die alten Vorleser zu finden. Zum Beispiel ist meine Lieblingsversion von Haarteppichknüpfer eine, die von einer Frau gelesen wurde. Das gefällt mir viel besser als die männliche Stimme bei Audible. Die Version von der Frau gibt es aber nirgendwo mehr im Netz. Wahrscheinlich hat irgendein Lizenzdrama Schuld. Naja. Trotzdem alles gut, solange es ungekürzt ist.

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Zu Klassikern fällt mir noch Commander Perkins ein, kennt Ihr das noch? Ich werde nie den Dimensionsbrecher (was für eine tolle Wortschöpfung) oder den gruseligen, verrückt-machenden Waffenleitstand auf dem fremden Planeten vergessen.

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Der Autor namens H.G. Francis (Pseudonym) war übrigens auch der Autor von vielen Perry Rhodan Heften, und auch der Erfinder von Jan Tenner. Das waren alles immer die gleichen paar Schreiber, die damals für die endlose Zufuhr an Deutschem Pulp Fiction SF Kram verantwortlich waren, herrlich. :slight_smile:

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Keine direkte Empfehlung, da ich nur kurz reinhörte, aber es gibt 13 „Das Schwarze Auge“-Hörspiele:

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Ich habe noch eine Empfehlung: Das Tod und Teufel Hörspiel von Frank Schätzing.

Es ist eine Krimigeschichte im Mittelalter. Ein bisschen erinnert es mich an den Namen der Rose.

Das Hörspiel hat wundervolle Sprecher und eine atmosphärische Musik auf dem Niveau von Gabriel Burns (etwas ähnlich klingt es zum Teil). Die Story überzeugt durch eine unerwartet leichte und heitere Stimmung, die sich hier und da mit düsteren Elementen abwechselt. Es scheint mir alles ziemlich realistisch und gut recherchiert zu sein. Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, einiges über das Mittelalter gelernt zu haben.

Das Hörspiel gehört zu meinen Lieblingen. Ich habe es schon fünfmal komplett durchgehört.

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