ABSTIMMUNG ⚔ Bestes Spiel der D-A-CH-Region: Lonely Mountain: Downhill vs. Spec Ops: The Line

Nix muss man da teilen. :drooling_face:

Aber wer kauft schon Ü-Eier, wenn man nur die Schokolade davon essen will? :thinking:

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Du steckst dir das ganze Ü-Ei mit dem Spielzeug in den Mund :flushed:

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Ich wette die OP war wegen 'ner Kiefersperre, weil sich dieses fette, gelbe Teil in der Mitte irgendwo im Mund verkantet hat. :face_with_monocle:

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Und um hier nochmal ernsthaft in die Debatte einzusteigen. Ich persönlich finde es ja gerade gut wie SOTL gezeigt hat, dass es auch im Shooter-Genre andere Narrative geben kann und, dass es möglich ist diese (westliche) „Selbstkritik“ auch spielerisch umzusetzen. Natürlich leben wir heute in einer anderen Welt(-lage), das bedeutet aber ja nicht, dass wir von der Idee her keine Anti-Kriegsspiele mehr machen könnten. Vielleicht wäre es gerade jetzt gut für mehr Humanismus und Pazifismus im Militär-Shooter einzustehen oder zumindest diese Idee vorzuleben (ohne die berechtigte Selbstverteidigung der Ukraine und das dort Russland produzierte Leid in Frage zu stellen!).

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Bin sehr ähnlicher Meinung. z.B. hoffe & bange ich natürlich mit der Ukraine und bin für militärische Unterstützung etc., aber die Vorfreude von Activision in zukünfigten Call of Dutys jetzt (endlich!) in Lage versetzt zu werden noch mehr Russen abzuknallen hält sich ehrlich gesagt in Grenzen.

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You Are The Best GIF by Chippy the Dog

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Das ist schon die lahmste Partie dieser Staffel.

Handygame vs Schiess-Spiel das total überschätzt wird nur weil man als Spieler mal freiwillig aufs Zivilisten totschießen verzichten kann…

Bored Bugs Bunny GIF by MOODMAN

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Idiot Facepalm GIF

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Nachdem ich die Folge nun gehört habe muss ich einfach sagen:

WAS WAR DAS DENN FÜR EINE ENDSKRASSGEILE FOLGE???

Lamstes Duell ever, aber dafür maximale Emotion bei der Schocko-Diskussion, drölfzigfache Meinungsänderung zu Speck-Obst um 180° innerhalb von 15 Minuten und eine Abhandlung über die Popkulturellen Auswirkungen des Ukrainekrieges auf die zukünftige Spielelandschaft. Dazwischen spitzzüngige Wortgefechte und ein Exkurs über Nudging auf öffentlichen Toiletten. So muss LGS sein!

Für diese herausragende Folge verleihe ich deshalb spontan den goldenen an der Haltestelle Ü-Ei fressende Schiffer!

Gratulation!

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Bevor das Ding hier sang- und klanglos untergeht und somit das wunderbare LMDH gegen ein angegammeltes Speckobst verliert, noch ein paar Impressionen, was hier gerade aus dem Turnier gekickt wird:

Crash Fail GIF by Broken Riders

Crash Fail GIF by Broken Riders

Mountainbiking Fail GIF by Broken Riders

Mountainbiking Fail GIF by Broken Riders

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Ich finde das Argument fragwürdig, dass der Antikriegsansatz von Spec Ops aus heutiger Sicht nicht mehr geht. Wenn wir hier über das beste Spiel aller Zeiten reden, müssen wir es ja wohl im Kontext der Entstehungszeit sehen. Das machen wir doch bei Grafikqualität und Spielkonzept auch, sonst bräuchte doch ein großer Teil der Spiele gar nicht anzutreten, weil die Titel technisch maßlos überholt sind. VGA geht schließlich heute auch nicht mehr. Und im angesprochenen Kontext des Irak-Krieges macht die Infragestellung des westlichen Militäreinsatzes auch rückblickend durchaus Sinn. Natürlich kann man sich die Frage stellen, was uns spec ops heute noch im Kontext des Ukraine-Krieges noch sagen kann, aber das ist eine (interessante, aber zwangsläufig politisch ausufernde) Diskussion, die an anderer Stelle geführt werden muss. Für den hier vorliegenden historischen Spielevergleich muss das Argument als Foul disqualifiziert werden.
Abgesehen davon ist spec ops gar nicht so toll, da geh ich durchaus mit. Die Mechaniken waren nicht wirklich revolutionär, das Spiel insgesamt relativ eintönig und die Grafik war auch damals schon relativ durchschnittlich. Ich fand den Ansatz inhaltlich originell und das Endprodukt gelungen. Verdient einen Ehrenplatz, aber als bestes Spiel sehe ich es nicht (aber gegen den MTB Simulator rausfliegen geht halt auch mal gar nicht).

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Über den Ausgang dieses Duells bin ich noch im Unklaren.

Ist das hier passiert:
6zqj0f

Oder eventuell doch das:
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Ich bin mir auch noch unsicher. Schade Schade, LMD ist so ein gutes Speiel.
Aber vielleicht ist Speckobst: The Lame auch ein gutes DACH-Spiel, weil es selbst Kritik übt und es auch einiges am Spiel zu kritiseren gibt. Und was machen wir lieber als rummeckern?!

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Müsste man nicht gerade bei der Frage eine gewisse Zeitlosigkeit voraussetzen? Sonst wäre die Frage ja „Das Beste Spiel seiner Zeit“. (Das gilt natürlich auch für den Recency Bias von aktuellen Spielen, die in zehn Jahren vielleicht keine Sau mehr interessieren werden.)

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Mit der Frage machen wir ein recht komplexes Fass auf, deshalb schicke ich mal eine Kurzversion vorweg: Ich meine nein, gerade bei der Frage!

Etwas ausführlicher: Das Grundproblem, vor dem wir hier stehen, ist eine alte Diskussion im Bereich der (politischen) Ideengeschichte. Denn das, was gerade die Frage von anderen abhebt, ist ja die inhaltliche Aussage des Spiels, man kann auch sagen, die Idee. Was ist nun aber eine Idee? Oder um direkt auf den Punkt zu kommen, gibt es so etwas wie überhistorische Ideen? Denn das meinst Du ja im Prinzip, wenn es ein xyz aller Zeiten gibt, müsste es dann nicht zeitlos sein, also eine universelle Gültigkeit besitzen? Schon Karl Marx hat an dieser Frage Hegel vom Kopf auf die Füße gestellt und dessen Vorstellung eines Weltgeistes durch die Formel „das Sein bestimmt das Bewusstsein“ ersetzt. Auch etwas mehr als hundert Jahre später haben Historiker wie Skinner und Pocock, die die Cambridge School of Intellectual History begründeten, die heute noch zu den Basistools der modernen Geschichtswissenschaft zählen, festgestellt, dass Ideen immer Bestandteil eines zeitgenössischen Diskurses sind und zwangsläufig nicht ohne die Kenntnis dieses Kontextes verstanden werden können. Das klingt ein bisschen theoretisch, aber Du kannst es jederzeit selbst ausprobieren: nimm Dir ein Heft mit politischen Karikaturen aus dem 19. Jahrhundert. Darin wirst Du zahlreiche Scherze zur politischen Situation der damaligen Zeit finden. Ohne die Kenntnis dieser politischen Situation wirst Du allerdings 90% der Scherze nicht verstehen, wahrscheinlich wirst Du nicht mal erkennen, ob es sich um einen Scherz handelt. Wie willst Du da also feststellen, ob es ein guter Scherz ist?
Gerade SpecOps können wir genauso betrachten. Wir haben ein Anti-Kriegs-Spiel, das zahlreiche Elemente enthält, die wir ohne Kenntnis des Kontextes eigentlich nicht verstehen können. Wieso spielt das zum Beispiel in der Wüste? Ganz klar, um Spec Ops verstehen zu können, müssen wir die inhaltlichen Bezüge kennen.
Nun ist aber die Cambridge School auch wiederum nicht das letzte Wort. Historiker wie Dominick la Capra haben argumentiert, dass eine Idee dennoch eine gewisse Ebene hat, die man vom zeitlichen Kontext abstrahieren kann. So wie ich la Capra verstanden habe (was ich nicht ganz leicht fand btw) ging es ihm dabei aber nicht um einen hegelianischen deterministischen „Weltgeist“, sondern mehr um eine Art überhistorische Vergleichbarkeit, womit wir ja bei unserem historischen Ranking sind. Hier würde ich einerseits schon argumentieren, dass wir Spiele grundsätzlich ja schon vor dem Hintergrund ihrer zeitgenössischen Bedeutung beurteilen (‚war der Hammer für die damals Zeit‘ ‚hat das Genre revolutioniert‘, etc.). Andererseits kann man aber natürlich auch sagen, dass SpecOps eben ein Anti-Kriegs-Spiel ist, das mit einer pazifistischen Agenda daherkommt. Insofern ist es durchaus vergleichbar mit Filmen wie Apocalypse Now oder Büchern wie Heart of Darkness (wobei man hier natürlich auch wiederum sagen kann, dass man diese Erzeugnisse durchaus als Teil des zeitgenössischen Anti-Kriegs-Diskurses betrachten kann, die direkten Bezüge sind ja offensichtlich). Sagen wir also mal, dass wir SpecOps als überhistorisches Werk des Pazifismus sehen. Damit stellen wir dann nicht die Frage, ob es für seine Zeit gut war, sondern ob der hier argumentierte Pazifismus grundsätzlich gut ist - denn werten müssen wir das ja, wenn wir es in einem Ranking ‚das beste xyz‘ platzieren wollen. Abgesehen davon, dass ich persönlich die grundsätzliche Frage „ist Pazifismus gut oder schlecht“ nicht einfach so mit ja oder nein beantworten mag, kommt bei unserer Betrachtung ja noch ein Problem hinzu. Es geht ja um das beste xyz aller Zeiten - das heißt, wir müssten bei der Wertung nicht nur von der damaligen Zeit abstrahieren, sondern auch von der unseren, weil wir ja selbst auch heute sind und nicht alle Zeiten. Und das können wir gar nicht! Alles, was wir machen können, ist ‚das beste xyz aus heutiger Sicht‘ und das gilt umso mehr, wenn wir anfangen mit überhistorischen Konzepten zu arbeiten, die wissenschaftlich ohnehin strittig sind! Also, ich meine Nein, gerade bei dieser Frage kann es in diesem Ranking keine Zeitlosigkeit geben, das wäre Gegenwartshybris. Alles klar? Dann herzlichen Glückwunsch! Wenn du bis hierin gelesen hast, bist du ein echter Wasted-Haudegen, ein wahrer Textbergbezwinger und solltest überhistorisch gelobt werden.
Meine Kindlein sind indes eingeschlafen, mein Handy-Akku ist bald alle, aber ich glaube, ich habe das Thema abgefrühstückt. Noch Fragen? :smile:

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Beim Lesen Deines Beitrags fühlte ich mich ein wenig an viele Gespräche in der Familie meiner Frau erinnert. Mein Schwiegervater sowie mein Schwager haben Geschichte studiert (letzterer sogar darin - wenn ich mich recht erinnere sogar summa cum laude - promoviert). Deren Gesprächen beizuwohnen fasziniert mich, wenn FAZ-Stücke Kommentaren aus SZ oder TAZ entgegengehalten werden. Gleichzeitig fühle ich mich aber kaum in der Lage, etwas Substanzielles beizutragen und beschränken mich auf eine Rolle des Konsumenten ohne größeren eigenen Beitrag. In diesem Sinne kann ich nicht mal ansatzweise gegen Dich argumentieren und sage Dir: Chapeau!

tl;dr: Danke für das Lob. :o)

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Herzlichen Dank @Bonito für das große Fass, das du aufgemacht hast - sehr schöner Beitrag!
Ich will irgendwann nochmal ausführlicher darauf eingehen, bis dahin aber schon mal vielen Dank für die „Gegenwartshybris“, die meinen Wortschatz in Zukunft bereichern wird. :wink:

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